Jun 02 2011
Angekommen mit Leib und Seele
Plötzlich, wie aus dem Nichts, die Fähre noch auf voller Fahrt, blickt man einem rustikalen Felsen entgegen, welcher bereits auf den ersten Blick gleichermaßen mystisch als auch pulsierend wirkt. Man denkt sich: Hier ist die Welt noch, wie sie sein sollte. Als junger Mensch, noch nie zuvor im Ausland, dem Felsen immer näher kommend, spürt man, wie der Puls vor Aufregung immer mehr in Wallung kommt. Nachdenkliche Wellen beginnen zu wühlen. Man fragt sich: Wird es mir hier gefallen? Wie werde ich mit der Ruhe zurechtkommen? Was erwartet mich und meine beiden liebsten Menschen an meiner Seite? Welchen Herausforderungen muss ich mich stellen, ohne finanzielle Absicherung?
Dann der blitzartige Wandel, der erste Fuß betritt die Insel und schon sagt das Herz: „Egal was kommt, als Mensch der leidenschaftlichen Hingabe, der aus Überzeugung handelt, wird das der Fleck sein, wo man jede noch so schwere Lebenssituation irgendwie meistert.“ War man vorher oftmals verwirrt oder aufgeregt, so fanden Geist und Seele zum ersten Mal einen freien Energiebrunnen im Leben – unbeschreiblich dieses konspirativ schleichende Gefühl.
Jahre sind inzwischen vergangen, ohne dass diese besondere Ankunft mich innerlich verlassen hat. Es war der erste Blick von uns Drei auf einen besonderen, kleinen Felsen, der uns in den Bann gezogen hat, von dem man nicht mehr los kommt, egal wie hart manche Situationen auch sind – nur wenige Menschen können das nachvollziehen.
Erste Tage vergingen, voller positiver Aufregung und mit jeder Stunde wurde die Verbindung enger. Ob die Pinienwälder, Las Puntas, San Andrés oder viele andere mystische Punkte, bzw. Orte, überall fühlten wir uns angekommen, fern von Neid und Wut. Selbst der herrliche Frühjahrsregen trug Freude in unser Herz hinein!
Euer
Joachim
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