Jun 13 2011
Wolfsherz – das Feuer der Leidenschaft
Jahrelang war man umgeben von betäubenden Geräuschen, Menschenmassen zogen an einem vorbei, man selbst war Teil davon, ohne sich der eigenen, freien Prägung bewusst zu sein. El Hierro löst all diese Barrikaden in einem selbst. Ob die Melodie des Atlantiks, welche den ganzen Körper durchdringt bis tief in die Seele oder der intensiv seichte Hauch des Windes, Leidenschaft steckt in jeder Lebensminute dieser Insel, zumindest für jene Herzen, welche sich ihres Wolfclans bewusst sind.
Es ist der Funke, der eine besondere Augenblick, nichts ist mehr, wie es scheint, man hat sich selbst gefunden. Dieser einmalige Felsen löst die innere Stimme in einem aus, das Feuer jener Leidenschaft, welche im Massenalltagseinerlei oft unterzugehen droht. Der sanft orkanartigen Stimme des Meeres kann man sich nicht entziehen, man ist in ihr gefangen, gibt sich ganz seinen Gefühlen hin, lebt für den eigenen Weg, der Prägung.
Die aufgehende Sonne über den Atlantik führt einen immer weiter in die Tiefen des eigenen Daseins. Nichts ist mehr von Bedeutung, außer der Moment. Zur Abenddämmerung hin fängt das Herz an, voller Hingabe zu beben, der Mondschein erweckt zum Leben, und man fühlt sich hingezogen zum Licht, zur Seele, sie verkündet das Heulen eines Wolfes. Plötzlich merkt man, Wolf und Mensch sind unweigerlich miteinander verbunden, wenn der Mensch in Selbstbestimmung sein Leben frei gestaltet.
So erinnert der schwebende Gedanke an Blicke, die einen einst trafen, weil die eigene Seele anders ist, als die einer laut schweigenden Gesellschaft. Ergeben dem Drang nach Freiheit, in ewiger Treue seinem engen Familienclan verpflichtet fühlend, loyal wahren Freunden gegenüber, verachtend gegenüber dem Denunziantentum. Rau nach Außen, im Herzen aufrechten Weggefährten gegenüber voller Leidenschaft.
Endlich zu Hause angekommen, dort wo man sein kann, wie man ist, wo einem das Meer stets beschützt, die Natur, sie lebt in besonderer Form auf El Hierro fort. Ganz gleich, was manch Läufer auch denken mag, ein Wolf bleibt ein Wolf, selbst wenn der ein oder andere durch sein Handeln den Sturm erhofft, die Seele unserer Art, sie bleibt rein.
Euer
Joachim